Uncut Teil 40 – Gap of Mamore

Auf meiner letzten Etappe entlang des Wild Atlantic Way, führte mich meine Route on Buncrana nach Muff. Eine der Highlights dieser Etappe ist der Gap of Mamore.

Als ich mich am Morgen auf den Weg zur letzten Etappe machte, überkam mich ein wenig Wehmut. Nach dreizehn wunderschönen Tagen, sollte das Unterfangen Wild Atlantic Way heute seinen Abschluss finden. Dieser Wehmut wurde durch den bedeckten Himmel noch etwas verstärkt, da er die ganze Szenerie in ein tristes Grau in Grau hüllte. Zuerst ging es von Buncrana nach Dunree Head. Hier war vor einigen Jahren noch ein Militärstützpunkt, der jedoch nun verlassen dastand. Im Eigentlichen Fort, gibt es ein kleines Museum, in dem man die Geschichte dieser Festung nachvollziehen kann.

Nach diesem Discovery Point gin es auf einer langen geraden Straße in Richtung Osten ins Landesinnere. Die Strecke konnte man sehr gut einsehen, verlief sie doch wie mit dem Lineal gezogen geradeaus. Man konnte sehen, wie sie sich langsam anhob und in den im Osten liegenden Hügeln verschwand. Links von mir türmte sich eine Hügelkette auf, und nach ein paar Minuten zweigte eine Straße nach Links ab und führte, ebenfalls „kerzengerade“ auf diese Hügelkette zu. Das Braun der Heidelandschaft kombiniert mit dem Grau des Himmels und des aufgezogenen Dunstes, machten die ganze Atmosphäre etwas gespenstisch. Als ich auf der Straße mich zum Gap of Mamore hinauf fuhr, passierte ich ein Schild, dass dieses Land als das Land von Amazing Grace auswies.

Um diese Geschichte näher zu ergründen, muss man sich etwas in die Vergangenheit wagen. Natürlich geht es hierbei um das bekannte Lied mit selbigem Titel. Der Seemann John Newton, der sich sein Geld mit Sklavenhandel verdiente, war sehr unbeliebt grausam. Er verachtete jeden der an Gott glaubte und behandelte seine Mitmenschen mit Verachtung. Als er 1748 mit seinem Schiff auf der Fahrt zurück nach England in einen schweren Sturm kam, und zu kentern drohte, schwor er seinen alten Gepflogenheiten ab und betete zu Gott, dass er sein Schiff verschonen sollte. Das Schiff fand, wie durch ein Wunder in den Lough Swilly. Einer fjordähnlichen Bucht, die die Fanad-Halbinsel von Inishowen trennte. Diese Bucht war sicher und verschonte das Schiff. Der Legende nach schwor Newton danach dem Sklavenhandel ab und wurde einer der größten Gegner der Sklaverei. Weiterhin schrieb er als Dankbarkeit das bekannte Lied mit dem Tiel „Amazing Grace“.

Eine sehr genaue Beschreibung kann man auf der Seite des irischen Tourismusbüros nachlesen. Zur Seite geht es HIER.

Nach ein paar weiteren Minuten überquerte ich die Passhöhe und an einem Parkplatz hielt ich an um diese wunderbare Landschaft so richtig zu genießen.

Den Film könnt Ihr, wie immer auf meinem Youtube-Kanal sehen, oder Ihr klickt direkt HIER.