Uncut Teil 16: Conor Pass

Die Dingle-Halbinsel ist immer eine Reise wert. Und viele Irland-Urlauber waren auch schon hier, und dass nicht erst seit Eröffnung des Wild Atlantic Way. Dingle hat viel zu bieten. Der Ort liegt auf der gleichnamigen Halbinsel, welche die nördlichste der Southern Peninsulas darstellt.

Dingle ist besonders für einen besonderen Einwohner bekannt. In der Hafenbucht lebt nämlich seit vielen Jahren das „berühmteste Kind“ der Stadt. Der Tümmler Fungi lebt hier und ist die Attraktion dieser Region. Viele Boots-Touren führen hinaus in das Hafenbecken nur mit dem Ziel, den Besuchern diese Berühmtheit zu sehen. Und das fast immer mit Erfolg. Nur so ist zu verstehen, warum die Anbieter dieser Touren das Geld zurück geben, sollte man den Delfin nicht zu Gesicht bekommen.

Doch neben Fungi und einer sehr bunten Stadt, gibt es hier auch noch zwei besonders schöne Straßen, die gerade für den Motorradfahrer in mir das Herz höher schlagen lassen, zu bewundern. Zum Einen ist dies die Ringroute westlich von Dingle am Slea Head Drive entlang. Diese Tour wollte ich Euch eigentlich ach präsentieren, aber leider hat mit der Sturm, der an diesem Vormittag wütete, meine Helmkamera so verstellt, dass außer Straße nicht zu sehen war.

Zum Zweiten gibt es die Straße über den Conor Pass. Diese Straße führt nordöstlich von Dingle in leichten Biegungen hinauf zum Conor Pass, der am Sievanea mit seinen 618 Metern vorbei hinunter in die Brandon Bucht führt. Schon bei Beginn der Route in Dingle wird man vor der Enge dieser Straße gewarnt. Nur Fahrzeuge mit maximal 1,80 Metern Breite dürfen hier fahren. Leider halten sich nur die wenigsten dran. Ist doch der Aufstieg recht breit. Bei meiner Fahrt am Morgen meines fünften Tages entlang des Wild Atlantic Way lag der Pass im Nebel und ich fuhr aus dem sonnigen Dingle hinauf in den Nebel des Conor Pass. Oben angekommen konnte man nur wenig erkennen. Aber auf der Abfahrt auf der anderen Seite der Bergkette, erkannte ich, dass die Warnungen doch gerechtfertigt sind. Dieser Teil der Straße ist nämlich so eng, dass eine Begegnung zweier breiter Autos zu einem Verkehrschaos führen würden. Die Straße klebt nun richtig am Berg und windet sich in starken Kurven hinunter zur Brandon Bay. Da sich der Nebel nun langsam lichtete, konnte man einen tollen Blick auf die Bucht werfen, die durch die Sonne schön in Szene gesetzt wird.

Aber Vorsicht. Nicht von der Aussicht ablenken lassen, denn diese Straße verlangt die volle Aufmerksamkeit, sonst macht man schnell Bekanntschaft mit dem Berg.

Das Video hierzu könnt Ihr wieder in meinem Youtube-Kanal oder hier sehen.